Leipzig muss Schwammstadt werden

Ich fordere den Stadtrat und die Stadtverwaltung auf, Leipzig zu entsiegeln und Regenwasser direkt vor Ort zu speichern.

Ich bin damit einverstanden, dass meine Unterzeichnung bei diesem Appell sowie meine E-Mail, Name und Ort zur Durchführung des Appells gespeichert werden. Diese Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden. Hier geht es zu unserer Datenschutzbestimmung.

Was ist das Problem?

Leipzig ist die am schnellsten wachsende Stadt Deutschlands. Um Platz für Neubauten zu schaffen, lässt die Stadt eine Grünfläche nach der anderen bebauen, fällt unzählige Bäume und betoniert Freiräume zu. Inzwischen ist über die Hälfte der Fläche Leipzigs versiegelt.

Warum ist das Problem jetzt wichtig?

Durch die Klimakrise sind Wetterextreme wie Starkregen und Dürre inzwischen typisch für Leipzig.

Die Stadt ist so gebaut, dass Regenwasser möglichst schnell in die Kanalisation abfließt. Bei großen Wassermengen läuft die Kanalisation über und unsere Straßen stehen unter Wasser.

Trockene, betonierte Böden nehmen das Wasser kaum auf. In Trockenperioden gibt es dann kein gespeichertes Wasser, auf das Pflanzen und Bäume zurückgreifen können. Sie vertrocknen.

Wird Leipzig weiter versiegelt, treffen uns extreme Wetterereignisse in Zukunft immer härter.

Um das zu verhindern, brauchen wir mehr Regenspeicher und mehr Grün. Das Prinzip heißt Schwammstadt.

Schwammstädte leiten Regenwasser nicht ab. Sie speichern es vor Ort und geben es in Trockenzeiten wieder ab – ein wirksames Mittel gegen Hitze, Überschwemmung und Austrocknung.

Wie können wir das Problem gemeinsam lösen?

Mit unserem Appell Mehr Grün für Leipzig fordern wir von der Stadt:

Schafft ein wirksames Entsiegelungsprogramm. Renaturiert versiegelte Flächen im öffentlichen Raum insbesondere dort, wo Stadtviertel nicht grün genug sind. Grüne Orte müssen für alle Leipziger:innen fußläufig erreichbar sein.
Entsiegelt Flächen zum Beispiel am Plagwitzer Bahnhof, am Lindenauer Hafen, am Leuschner Platz oder für den Parkbogen Ost.
Wandelt versiegelte Hinterhöfe zu grünen Treffpunkten der Hausgemeinschaft um. Zu viele Leipziger:innen blicken auf zugeparkte, graue Hinterhöfe.
Entsiegelt überdimensionierte Parkplätze und Verkehrsflächen. Verkleinert Großraumparkplätze und verwendet Rasengittersteine, um sie zu entsiegeln.
Entsiegelt überdimensionierte Gewerbegebiete. Vor allem in den 1990er Jahren wurden viele Gewerbegebiete großflächig ausgewiesen und versiegelt, ohne dass das ansässige Gewerbe die versiegelte Fläche tatsächlich in diesem Umfang braucht. Hier liegen große Entsiegelungspotenziale.
Setzt Entsiegelungsprojekte als Kompensationsmaßnahmen für Bauprojekte um.
Entwickelt für die Stadt Leipzig ein Bodenschutzkonzept. Nur so kann der Flächenverbrauch gesteuert und verringert werden.
Legt in verdichteten Straßenräumen Baumbeete an. Mit Hilfe des Zwickauer Modells können zumindest kleinräumige Flächen entsiegelt werden. Wenn das in vielen Straßen gemacht wird, hat das einen großen Effekt.
Wenn ihr Straßen neu macht, setzt diese Schwammstadt-Elemente um: Straßenbäume alle 15 m mit Rigolen, durchlässiges Pflaster, Versickerungsmulden, Verdunstungsbeete, Rasengleise.
Begrünt Dächer. Dachgärten speichern bis zu 90 % des Jahresniederschlags.
Baut Parks zu Regenbecken um: Bei Regen sind Parks leer. Mulden verwandeln sie in temporäre Wasserspeicher.
Legt Teiche und Seen aus Regenwasser an, wie den Paunsdorfer Bogensee oder die Engelsdorfer Teiche.
Renaturiert den Auwald und baut Deiche zurück. So wird der Auwald wieder natürliche Überschwemmungsfläche und speichert überschüssiges Wasser.

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Das sind unsere Erfolge: Meilensteine des Ökolöwen-Appells Mehr Grün für Leipzig

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Die Stadt plant in der Südvorstadt ein Schwammstadt-Pilotprojekt. Noch greift es zu kurz. Wir Ökolöwen sind dran und begleiten es kritisch.

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